Wanderung Maare-Pfad: Pulvermaar, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz
  • Strecke: 34,7 km
  • Dauer: 12:00 h
  • Schwierigkeit: schwer

Maare-Pfad

Schalkenmehren

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Zu sieben Maaren führt der Maare-Pfad in der Vulkaneifel. Start des Wanderwegs, der zu den Vulkaneifel-Pfaden gehört, ist der Ort Schalkenmehren am gleichnamigen Maar, das das größte der drei bekannten Dauner Maare (Weinfelder, Gemündener und Schalkenmehrener Maar) ist. Der erste Tag hat es schon in sich: Zur Glockengießerei nach Brockscheid, das Hitsche Maar, ein verwunschenes Trockenmaar, das Dürre Maar und das Holzmaar – der erste Wandertag glüht vor Höhepunkten.
Auf der weiteren Etappe geht’s zum fast kreisrunden Pulvermaar, dem tiefsten Maar in der Vulkaneifel, dem inzwischen verlandeten Strohner Märchen und dem versteckt liegenden Immerather Maar.
Folgt man dem Weg bis zum offiziellen Ende durchwandert man das Tal des Uessbach. Den Maaren folgen hier die Mühlen. Der Weg endet an der Drei-Eichen-Hütte und dem gleichnamigen Wanderparkplatz. 
Von hier kann man entweder eine längere Strecke über den Maare und Thermen Pfad (ca. 8 km) oder einen direkten Weg zur Ortschaft Lutzerath nehmen. 

Aufgrund der Länge des Wanderwegs eignet sich der Maare-Pfad gut für eine 2-Tage-Tour. Wir empfehlen folgende Etappenaufteilung:

  • 1. Etappe:  Start: Schalkenmehren | Ziel: Gillenfeld | Länge: 15,1 km | Gehzeit: 5,5 Std.
  • 2. Etappe:  Start: Gillenfeld | Ziel: Strotzbüsch | Länge: 15,9 km | Gehzeit: 7 Std.

 

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Markierung der Tour:

  • Wegmarkierung Wanderweg Maare-Pfad
gpx: vulkaneifel-pfad-maare-pfad-2-tages-tour

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Highlights auf der Strecke

Pulvermaar

Blick auf das fast kreisrunde Pulvermaar, © Eifel Tourismus GmbH

Kreisrund die Form, tiefblau das Wasser und unergründlich tief, das ist das Pulvermaar bei Gillenfeld. Es gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Maaren der Eifel, denn im Sommer tummeln sich im Naturfreibad Pulvermaar Wasserratten und Badenixen, um die belebende Wirkung des erfrischend-kühlen Nass zu spüren. Rutsche, Sprungturm und Kinderbecken sorgen für sommerlichen Badespaß.

Enstanden ist es vor ca. 23.000 Jahren durch vulkanische Aktivität. Mit etwa 74 Metern Wassertiefe ist es das tiefste Maar in der Eifel und aufgrund seines fast kreisrunden, komplett mit Wasser gefülllten Trichters besonders beeindruckend.

Wenn Sie es bevorzugen, trocken zu bleiben und trotzdem die Schönheit des Pulvermaars in vollen Zügen genießen möchten, sollten Sie sich ein Ruderboot beim Bootsverleih vor Ort mieten und damit einige Runden über die ruhige Wasserfläche drehen. Oder Sie kombinieren beides und hüpfen vom Sonnenboot aus ins Wasser. Das Pulvermaar ist der richtige Ort, wenn Sie einen schönen Tag verbringen wollen.

Nach einem Spaziergang rund um das Maar bietet sich eine Kaffeepause am Café des Pulvermaars an.


Was ist eigentlich ein Maar?

Die Bezeichnung Maar leitet sich aus dem lateinischen "mare" (=Meer) ab. Es ist ein durch Wasserdampf-Eruptionen entstandener, trichterförmiger Vulkantypus, der in die Landschaft "eingesprengt" ist und sich oft als schüsselartige Form präsentiert. Ein Maar entsteht, wenn aufsteigendes Magma auf wasserführende Gesteinsschichten trifft. Es kommt zu gewaltigen Explosionen und das umgebende Gestein wird zusammen mit der Magma in kleinste Bestandteile zerfetzt und aus dem Explosionstrichter geschleudert. Im Bereich des Explosionsherds bildet sich dabei ein Hohlraum, der in einen Explosionsschlot übergeht. Dadurch, dass über dem entstandenen Hohlraum das Gestein zusammenbricht, wird aus dem Explosionsschlot ein Einsturz- oder Maartrichter. Nach Abklingen der vulkanischen Tätigkeit füllten sich die Trichter anschließend mit Wasser. Insgesamt wurden über 70 Maarvulkane in der Eifel gezählt, zwölf Maare sind heute noch mit Wasser gefüllt, die restlichen sind bereits verlandet.

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Immerather Maar

Immerather Maar im Sommer, © GesundLand Vulkaneifel

Seine spezielle Form erhielt es, als der Oberlauf des zuführenden Baches den Maarboden teils mit angeschwemmten Aschen auffüllte. Noch heute sind aus der Zeit seiner Entstehung vor circa 40.000 bis 70.000 Jahren viele Zeugnisse zu entdecken. So sind die Höhenrücken um den Maarkessel von wenig erodierten Tuff- und Tephra-Ablagerungen bedeckt. Dass es heute so ruhig und unberührt daliegt, erscheint den Kennern der Maargeschichte wohl wie Ironie. Denn der Maarsee wurde um 1750 abgelassen und die dadurch entstandene Fläche für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Der fruchtbare Maarboden wurde sogar in Parzellen eingeteilt. Im 1. Weltkrieg kümmerte sich niemand mehr um den Abfluss, der Graben verfiel und das Wasser konnte sich wieder aufstauen. Heute liegt das Maar 371 Meter üNN, hat eine See-Oberfläche von 60.000 Quadratmetern und ist durchschnittlich 1,50 Meter tief. Am tiefsten Punkt wurden 1,90 Meter gemessen. Da nur noch der Abfluss intakt ist, wird das Maar ausschließlich aus Niederschlag gespeist. Das Eifelauge bei Immerath ist insbesondere ein beliebtes Angelrevier und Ziel für Erholungssuchende. Ufersaum, Flachmoor und Wiesen bieten wertvolle Rückzugsräume für seltene Vögel, Frösche und Libellen – ein Traum für jeden Hobby-Biologen. Die entschleunigende Wirkung der besonderen Umgebung können Wanderfreunde auch bei einem vollständigen Rundgang um das Maar und einer anschließenden Rast an seinem Ufer erleben. Schwimmen oder andere Wassersportarten sind in dem Naturschutzgebiet jedoch nicht erlaubt. Wer es sinnlich mag, der kann in der Tastgalerie oder auf dem Barfußpfad den nur einen Katzensprung entfernten Parcours der Sinne erkunden. Parken: Parken können Gäste am besten auf einem speziell ausgewiesenen Parkplatz oberhalb des Maares, von dem ein schöner Weg durch den Maarkessel nach unten führt. Im gleichnamigen Ort Immerath ist der Weg dorthin ausgeschildert.

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Aussichtspunkt Achterhöhe

Achterhöhe, © Eifelsüchtig/Ursula Peters

Einen fantastischen Ausblick können Wanderer seit 2012 von der Achterhöhe bei Lutzerath genießen. Von der Aussichtsplattform am Siebenbachblick, einer Brückenkonstruktion, die Schwindelfreiheit erfordert, sieht man den Üssbach genau sieben Mal durch die Bäume blitzen. Müde Waden können dabei auf einem Waldsofa entspannt werden.

Die Aussichtsplattform ist in den Erlebnisweg Achterhöhe eingebunden und daher nur zu Fuß erreichbar. Der Wanderweg bietet spektakuläre Aussichten und Kostbarkeiten der Natur. Acht Erlebnispunkte verbinden auf gut fünf Kilometern Seltenes mit Typischem, auf grandiose Weitblicke folgen geschützte Tier- und Pflanzenarten. Mit etwas Glück zeigen sich hier Rotmilan, Dachs, Rote Waldameisen oder gar Baumfalken in ihrer natürlichen Umgebung. Der Rundwanderweg bietet acht Erlebnispunkte.

Die erste Station ist die Kapelle ,,Hammes Heiligenhäuschen“. Dieses Heiligenhäuschen wurde von der Familie Hammes vor etwa 200 Jahren aus Glaubensgründen und als Dank für die Hilfe bei Krankheiten errichtet. An den Dachsbauten, die den zweiten Erlebnispunkt darstellen, lässt sich nachts mit etwas Glück ein Blick auf einen scheuen Dachs bei Verlassen seines Baus erhaschen. Mit Ruhe und Geduld lassen sich am dritten Erlebnispunkt, der Heidefläche, auf der Heidekraut und die seltenen Waldhyazinthen wachsen, Baumfalken und Perlgrasfalter beobachten. Station vier bietet die Möglichkeit, eine Ruhepause mit spektakulären Ausblick einzuliegen. Während die Beine von den Waldsofas baumeln, können Besucher einen Blick tief hinab ins Tal des Üssbach wagen. Die weitere Strecke des Erlebniswegs Achterhöhe führt durch einen für die Eifel typischen Niederwald, der Erlebnispunkt fünf bildet. Die lichten Wälder sind das Ergebnis einer jahrtausendealten Bewirtschaftungsform. Am Erlebnispunkt sechs haben die fleißigen Arbeiterinnen der Roten Waldameise bis zu zwei Meter hohe Hügel errichtet. Ein Feuchtbiotop und die Drei-Eichen-Hütte bilden gemeinsam die siebte Station, an der man Ringelnattern und Kreuzotter in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann.

Der letzte Erlebnispunkt des Weges sind die archäologisch wertvollen Reste der römischen Hügelgräber, die einen Rückblick auf längst vergangene Zeiten bieten.

Wandern Sie auf der Heimatspur 05 auf einer Länge von 5,4 km. Nach 3 km erreichen Sie die Achterhöhe.


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Hotel Schneider am Maar

Hotel Schneider am Maar

Gastgeber der Regionalmarke EIFEL

In traumhaft schöner Landschaft, direkt am Schalkenmehrener Maar gelegen, erwartet Sie ein nicht alltägliches Haus. Kommen Sie zur Ruhe und entspannen Sie in der Wellness & Beauty-Oase mit Sauna, keramischem Dampfbad, Luftbaden und Tecaldarium, Erlebnisdusche etc. Genießen Sie Ihr persönliches Verwöhnprogramm.

Eine große Liegewiese mit Maarblick, ein Gartencafé, Garagen und Parkplätze finden Sie direkt beim Haus. Lassen Sie den Tag bei einem von fünf Fassbiersorten oder gutem Wein in unserer Eifeler Stube in gemütlicher Runde ausklingen.
Früher wie heute - ein Eifelhotel, eine Familie ... beides von Herzen.

• Eifel-kulinarisch Restaurant mit regionaler, kreativer Küche - Schmecken wo man is(s)t – Lamm und Pute aus eigener Freilandhaltung
• Komfortable Zimmer in 4 verschiedenen Kategorien
• Beauty und Wellness Oase mit Physio-Aktiv-Studio
• Wein- und Bierstube mit 5 Fassbiersorten
• Gemütliche Restauranträume und wunderschöne Sonnenterrasse
• Wohnen im Wandergebiet Eifelsteig und am Maare-Mosel-Radweg

Schauen Sie sich hier ein Video vom Hotel Schneider am Maar an.

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Infos zu dieser Route

Start: Schalkenmehren, Ortsmitte

Ziel: Wanderparkplatz bei Lutzerath

Streckenlänge: 34,7 km

Dauer: 12:00 h

Schwierigkeitsgrad: schwer

Tourenart: Wandern

Aufstieg: 657 m

Abstieg: 672 m

Tipps zur Tour

Eifel Tourismus GmbH

Kalvarienbergstraße 1
54595 Prüm
Telefon: +49 6551 96560

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