Wenn die Nacht erwacht – nachtaktive Tiere im Wald
Stolberg
Tagsüber wirkt der Wald still, nachts wird er belebt: Viele Tiere, die tagsüber kaum zu sehen sind, werden erst in der Dämmerung und bei Nacht aktiv.
Fledermäuse jagen im Flug nach Insekten und nutzen Baumhöhlen oder Stollen als Tagesquartiere. Eulen wie der Waldkauz gehen lautlos auf Beutesuche, während Rehe oder Wildschweine durchs Unterholz ziehen. Auch Käfer und Nachtfalter werden aktiv – Bausteine im Nahrungsnetz des Waldes.
Nachtaktive Arten reagieren empfindlich auf Störungen. Kunstlicht, Lärm und eine stark vereinfachte Waldstruktur können ihren Lebensraum einschränken. Je ruhiger ein Wald ist und je mehr unterschiedliche Strukturen er bietet, desto besser sind die Bedingungen für dieses nächtliche Leben.
Tipp für nachtaktive Wanderlustige: Wenn du abends unterwegs bist, mach für eine Minute Pause. Ohne Taschenlampe, ohne Handylicht. Hör einmal genau hin: Was taucht plötzlich auf, was vorher „nicht da“ war?