Trockenschäden & Baumsterben – der Wald kämpft ums Überleben
Stolberg
Wasser ist die Grundlage allen Lebens – auch im Wald. Fehlt Regen, schließen Bäume ihre Spaltöffnungen, um Wasser zu sparen. Dadurch nehmen sie aber auch kaum noch CO₂ auf. Die Photosynthese verlangsamt sich, und es fehlt Energie für neue Triebe, Wurzeln und Abwehrkräfte.
Bleibt die Trockenheit länger bestehen, trocknen Leitungsbahnen und Feinwurzeln aus. Die Kronen lichten sich, Äste sterben ab. Besonders betroffen sind Flachwurzler wie Fichten. Weil sie kaum tiefere Wasserschichten erreichen, werden sie anfällig für Borkenkäfer und Pilze. Tiefwurzelnde Arten wie Eiche oder Hainbuche kommen hingegen mit der Trockenheit besser zurecht. Sie gelten als „Bäume der Zukunft“ – widerstandsfähiger und stabiler gegenüber dem Klimawandel.
Lust auf einen kleinen Stresstest? Achte beim Weitergehen auf verfärbte Kronen, Bohrmehl oder Harzaustritt – typische Zeichen dafür, wie hart der Wald gerade arbeitet, um zu überleben.