Köhlerei im Vichttal – Holzkohle als Energiequelle

Stolberg

Heute geöffnet
Lange bevor Steinkohle und später Braunkohle die Energieversorgung bestimmten, war Holzkohle die wichtigste Brennstoff – gewonnen in mühsamer Arbeit von sogenannten Köhlern tief im Wald.

Auch rund um Zweifall entstanden ab dem 16. Jahrhundert zahlreiche Meilerplätze, auf denen Holz über Wochen hinweg zu Holzkohle verschwelt wurde. Unter einer dichten Decke aus Erde und Lehm glimmte das Holz langsam vor sich hin. Nur mit Erfahrung und Feingefühl ließ sich das Feuer so steuern, dass aus den Stämmen glühende Kohle wurde.

Die Köhler lebten dafür abgeschieden im Wald, Tag und Nacht in der Nähe ihrer Meiler. Rauch, Glut und Geduld bestimmten ihren Alltag – eine harte, aber lebenswichtige Arbeit. Schmieden, Glashütten und Hammerwerke waren auf ihre Kohle angewiesen.

Noch heute sind Spuren dieser Zeit sichtbar: dunkle, runde Vertiefungen im Waldboden, wo einst die Meiler standen.

Tipp: Halte beim Gehen Ausschau nach solchen Stellen. Sie erzählen von einem alten Handwerk, das die Wälder rund um Zweifall über Jahrhunderte geprägt hat.

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