Muße-Pfad: Schneifel-Pfad, Im Wald, © Eifel Tourismus GmbH / D. Ketz

Schneifel-Pfad - Weg des Friedens

Weg des Friedens

Wandern auf dem Muẞe-Pfad "Schneifel-Pfad"

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Die Schneifel - ein Grenzgebiet mit langer und schicksalhafter Geschichte, das seinen Frieden gefunden hat! Sie ist die Bühne: Beschreite auf ihr einen Weg des Friedens und auch den eines Krieges. Beides liegt dicht beieinander. Im Äußeren wie im Inneren. 
Besinne Dich an licht-weißen wie finster-schwarzen Grenzsteinen darauf, dass Grenzen überwunden werden müssen, um Frieden zu finden. Der Weg dahin lohnt!

Wechselhaftes Grenzgebiet

Nur wenige Meter hebt sich das aus dem Kampf der Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft entstandene Rumpfgebirge der Schneifel als lang gezogener Höhenzug von der umgebenden, dicht bewaldeten Hochfläche ab. Auf seinem Kamm eine Schneise – zwischen dem Hier und Dort, zwischen dem Damals und Heute – ein Sinnbild der Dualität unserer Welt. Dem rauen Klima des Atlantiks bietet sein Rücken von Westen her Einhalt. Von Osten her begrenzt er Macht und Einfluss der Vulkane. Krieg und Frieden lagen hier dicht beieinander, haben ihre Spuren hinterlassen und zugleich die heutige Stärke und Anmut dieser Region geformt. 
Die Höckerlinie des Westwalls, die wie Drachenzähne aus dem Boden ragen – trügerisch damals, friedlich heute, da sich im Schutze ihrer Überreste seltene Tiere tummeln und außergewöhnliche Pflanzen gedeihen. Der Kalvarienberg – ein Platz der Stille, der Einkehr, zugleich Mahnmal für die Wirrungen des Krieges und wie man sagt, einer der größten, von Menschenhand verursachten Explosionskrater unserer Zeit. Die Eishöhlen bei Birresborn – an ihrem Eingang trennt sich das Licht von der Dunkelheit, scheiden sich Ober- und Unterwelt. Die Höhlen sind ein Ort des Rückzugs, aber nicht einer des Lebens, offenbart sich hier doch das Reich der Fledermäuse und seinerzeit das Glück, darin ein natürliches Eislager zu wissen, welches selbst bei sonnenverwöhnten Sommertagen frostig-kalte Temperaturen bereit hielt und hält. 
Und mitten drin? Ein Weg der inneren Ruhe, der Einkehr – ein Friedensweg. 

Grenzerfahrungen wertschätzen

Das (tägliche) Leben ist ein fortwährendes Auf und Ab, ein Ja und ein Nein, ein Vor und ein Zurück. Ein Wechsel der Perspektive reicht zumeist, damit Du erkennst, dass eine Entscheidung die Richtige ist oder ein vermeintliches Unglück gar eine Bereicherung des Lebens. Hast Du einmal den Schritt gewagt und den ausgetretenen Weg verlassen, wird Dir klar, welche neuen Möglichkeiten und Wege und welche Freude sich Dir offenbaren. 
Alles kann, nichts muss! Sich entscheiden zu „dürfen“ ist ein Glück, welches wir wertschätzen sollten! 

Die Entscheidung liegt bei Dir

Es liegt an Dir, die Blickrichtung einmal bewusst zu wechseln und ein erhebendes Glücksgefühl und inneren Frieden mit zu nehmen, wenn Du wieder nach Hause aufbrichst. Lass Dich ein auf Grenzerfahrungen an licht-weißen wie finster-schwarzen Grenzsteinen. Hebe den Blick, lasse alle Gräben, Schranken und Sperren darunter verschwinden. Erkenne die Möglichkeiten, die sich Dir bieten. Und vor allem erkenne, dass das Leben wie die Natur auch am Schönsten ist, gerade wenn es einen Wechsel von Auf und Ab gibt! Und ja, es gibt Schwarz und Weiß, das Leben aber ist bunt und liegt aus der Vogelperspektive betrachtet genau dazwischen!

Was es mit dem Grenzstein auf sich hat

Grenzen wurden im Laufe der Geschichte in der Eifel mehrfach gezogen und verschoben. Ebenso verschwanden sie auch wieder. An einigen Stellen lässt sich diese territoriale Geschichte nachvollziehen, denn jeder Herrscher hinterließ für ihn typische Zeichen. 
Ein solches befindet sich am Schwarzen Mann, dem zweithöchsten Berg der Eifel: Der so genannte Tranchot-Stein, nach dem Ingenieur-Geograph Oberst Jean Joseph Tranchot. Ihm gelang in Napoleonischer Ära mit Hilfe der Dreieckswinkelmessung eine Meisterleistung in Sachen Vermessungstechnik und Kartographie: Mit Hilfe von trigonometrischen Messpunkten – das waren weithin sichtbare Gebäude, Türme oder künstliche Punkte – erfasste er die linksrheinischen Gebiete von Kleve bis Bingen und bildete sie in höchst präzisem Kartenwerk ab. Einer dieser Vermessungspunkte befand sich nachweislich am Schwarzen Mann, dem zweithöchsten Berg der Eifel. Das seinerzeit als Vermessungspunkt aufgestellte Holzgerüst wurde im 19. Jahrhundert durch eine kleine Basaltsäule ersetzt, die heute unter der Bezeichnung Tranchot-Stein bekannt ist. 

Schneifel-Pfad, Wanderin am Grenzstein, © Eifel Tourismus GmbH / D. Ketz

Worauf wartest Du?

Du möchtest auf der Stelle loswandern? Details zum Wegeverlauf, Höhenprofil und GPS-Daten zum Wanderweg Schneifel-Pfad (Start: Kronenburg, Ziel: Birresborn) gibt es hier.

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Stilisierte Karte der Eifel